Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen
Das ist der Beginn eines bekannten mittelalterlichen Gedichts, das vielfach vertont wurde. Im vergangenen Jänner habe ich eine Vertonung von Franz Schubert im Radio gehört, die mich sehr beeindruckt und zu diesem Rätsel inspiriert hat. Bei den Salzburger Pfingsfestspielen 2014 wurde übrigens das Stabat mater von Rossini aufgeführt.
Das Top-Lösungwort kommt in einer anderen grammatikalischen Form in diesem Gedicht vor. Es kann in einer weiteren Form noch zweimal angelegt werden. Darüber hinaus gibt es noch drei Bingos.
Die Toplösung ist INEBRIOR (von inebriare, berauschen) mit 80 Punkten auf 13A. Die aktive Form INEBRIO kann auf 14C und 14E angelegt werden und bringt dort 79 bzw. 73 Punkte. Dabei ergibt sich waagrecht MATERE bzw. MATERI von materis, einem aus dem Keltischen kommenden Wort für Wurfspieß oder Lanze.
In der 17. Strophe des Gedichts kommt die Form inebriari vor:
Fac me plagis vulnerari, cruce hac inebriari ob amorem filii.
Das dürfte nicht ganz leicht adäquat zu übersetzen sein. Hier kommt die im Mittelalter verbreitete Leidensmystik zum Ausdruck. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Stabat_mater findet man z.B. folgende ziemlich freie Übersetzung aus dem Jahre 1779:
Lass, wenn meine Wunden fließen, liebestrunken mich genießen dieses tröstenden Gesichts!
Weitere Bingos sind OBLINIRE (bestreichen) bzw. die zugehörige Passiv-Form OBLINIER, sowie OBLENIRI (besänftigt werden), jeweils auf B3 mit 70 Punkten.
Eingelangte Lösungen:
Christoph Haenel: 13A INEBRIOR Gerhard Fernau: alle genannten Bingos
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