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 Problemfälle des L&S-Wortschatzes
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linhart Offline




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Tue Aug 23, 2011 6:43 am
#16 RE: Falsche Lesarten laut L&S - PHTHITARUS Quote · reply

Oje, da wird es vermutlich noch eine ganze Reihe solcher Fehler geben.

la-dictionary.exe zeigt bei Eingabe von phthisisco auch den Artikel zu phthitarus an, so als ob das zu phthisisco dazugehören würde. Das ist der Grund, warum mein Suchprogramm phthisisco als false reading gefunden hat.


Bussinchen Online




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Tue Aug 23, 2011 7:35 am
#17 RE: Falsche Lesarten laut L&S - PHTHITARUS Quote · reply

Ach ja, jetzt sehe ich erst, wie das in ls_dictionary.exe genau ist:

man gibt phthitisco ein und dann wird als Artikel das hier ausgegeben:

phthisisco , ere, v. inch. n. [phthisis], to become consumptive or phthisical : phthisiscentibus medicabilis piscina, Sid. Ep. 5, 14 . (†phthitarus , i, m., a false read. for phthir (q. v.), Plin. 32, 11, 53, § 150.)

Meines Erachtens hat das Kreuz † diesen Fehler ausgelöst.


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linhart Offline




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Tue Aug 23, 2011 10:56 am
#18 RE: Falsche Lesarten laut L&S - PHTHITARUS Quote · reply

Ich sollte wohl einmal die LS-Datenbank nach € durchsuchen. Vielleicht gelingt es mir, solche Artikel aufzusplitten.


Bussinchen Online




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Tue Aug 23, 2011 11:29 am
#19 RE: Falsche Lesarten laut L&S - PHTHITARUS Quote · reply

Super Idee, Linhärtchen! Du hast meine volle (moralische) Unterstützung! Mach mal!!!


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linhart Offline




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Tue Aug 23, 2011 2:31 pm
#20 RE: Falsche Lesarten laut L&S Quote · reply

Das Zeichen € tritt in Kombination mit verschiedenen anderen Zeichen auf. Eine dieser Zeichenkombinationen bedeutet das einfache Kreuz. Leider steht das nicht nur dann in der Datenbank, wenn irrtümlich zwei Artikel zusammengefasst wurden, sondern auch, wenn im Inneren eines Artikels ein Kreuz auftritt. Ein typisches Beispiel ist folgendes:

alcēdo (halc-), ĭnis, later † alcyon (halc-), ĭnis, f., = αλκυων [O. H. Germ. alacra; the forms halcedo, halcyon arose from a fancied connection with αλς = the sea],
I. the kingfisher, halcyon : Alcedo hispida, Linn.: Alcedo dicebatur ab antiquis pro alcyone, Paul. ex Fest. p. 7 Müll.: haec avis nunc Graece dicitur αλκυων, a nostris halcedo; sed hieme quod pullos dicitur tranquillo mari facere, eos dies halcyonios appellant (Gr. αλκυονιδεσημεραι, Aristoph. Av. 1594 Bergk), halcyon-days, Varr. L. L. 7, § 88 Müll.; Plaut. Poen. 1, 2, 142; cf. Plin. 10, 32, 47.

Ich müsste also die ca. 300 Artikel, wo so eine Zeichenkombination auftritt, einzeln untersuchen. Das ist mir momentan zu viel Arbeit. Aber irgendwann werde ich es wahrscheinlich machen.


linhart Offline




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Sun Oct 09, 2011 11:15 am
#21 RE: Falsche Lesarten laut L&S Quote · reply

Es gibt auch Artikel, wo statt "false reading" "falsely written" steht. Ein Beispiel dafür ist:

Zitat
raeda or rēda (falsely written rhēda), ae, f. prob. Celtic: plurima Gallica valuerunt ut raeda ac petorritum, Quint. 1, 5, 57; cf. id. 1, 5, 68,
a travelling-carriage or wagon with four wheels, Varr. ap. Non. 167, 25; 451, 17; Caes. B. G. 1, 51, 2; 6, 30, 2; Cic. Mil. 10, 28; id. Phil. 2, 24, 58; id. Att. 5, 17, 1; 6, 1, 25; Hor. S. 1, 5, 86; 2, 6, 42; Juv. 3, 10.



Demnach ist also RHEDA ungültig, obwohl es einen eigenen Eintrag "rhēda, v. raeda." gibt.

Aber bei dem davon abgeleiteten Wort RHEDARIUS steht nichts von "falsely written":

Zitat
rhēdārĭus, v. raedarius.


Zitat
raedārĭus (rēdārĭus), i, adj. [raeda],
I. of or belonging to a four-wheeled carriage : mulae, Varr. R. R. 3, 17, 7.— Hence, subst. : raedārĭus, i, m.
1. A coachman, the driver of a ræda : raedarium occidunt, Cic. Mil. 10, 29.—
2. A wagon-builder, coachmaker, Capitol. Max. et Balb. 5, § 1.



Logischerweise muss aber RHEDARIUS auch als ungültig angesehen werden.


linhart Offline




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Sun Oct 09, 2011 11:40 am
#22 RE: Falsche Lesarten laut L&S Quote · reply

Ich habe jetzt nachgesehen, in welchen Artikeln sonst noch "falsely" vorkommt und nur die folgenden zwei gefunden:

hŏlŏcautōma, ătis, n., = ολοκαυτωμα,
I. a whole burnt-offering, holocaust, Tert. adv. Jud. 5; id. adv. Marc. 5, 5 fin. ; Vulg. Jer. 6, 20; id. Ev. Marc. 12, 33 al. (in some edd. falsely holocaustoma).

scaena, ae (falsely scēna, v. Prol. in Verg. p. 387 Rib.), f., = σκηνη
Lit., the stage, boards, scene of a theatre (gekürzt)

Ich habe also holocaustoma und scena sowie die davon abgeleiteten Wörter scenarius und scenicus entsprechend markiert.

P.S.: Es gibt aber ein anderes Wort scena, das man mit Glossa nicht findet:

‡ 2. scena ab aliis, a quibusdam sacena appellatur, dolabra pontificalis, Fest. pp. 330 and 319 Müll.

Also muss ich SCENA doch gelten lassen, oder? (Es kommt natürlich in die Kategorie 3.)


Bussinchen Online




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Sun Oct 09, 2011 3:08 pm
#23 Falsche Lesart HOLOCAUSTOMA Quote · reply

Zitat von linhart
scaena, ae (falsely scēna, v. Prol. in Verg. p. 387 Rib.), f., = σκηνη
Lit., the stage, boards, scene of a theatre (gekürzt)

‡ 2. scena ab aliis, a quibusdam sacena appellatur, dolabra pontificalis, Fest. pp. 330 and 319 Müll.


Bussinchen-Adminchen:
Da die Diskussion zu ‡ SCENA in Wirklichkeit gar keine falsche Lesart betrifft und in diesem Thread off-topic wäre, habe ich die entsprechenden Diskussionsbeiträge nach ‡ SCENA / SACENA verschoben, wo wir den Fall ‡ SCENA/SACENA diskutieren.


-----------------------

Die Variante HOLOCAUSTOMA mit S als unzulässig einzustufen, erscheint mir richtig.


Bussinchen Online




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Fri Jan 06, 2012 4:59 pm
#24 SUCCISSIVA Quote · reply

Zitat von linhart
Ein solches "false reading" kommt mir merkwürdig vor:

successīvus, a false read. for succissiva, Lact. Opif. Dei, 12, 15 Bünem. ad loc.

Wovon leitet sich eigentlich succissiva ab? Ich kann es nirgends finden. Ist vielleicht succīsīvus (ohne Doppel-S) gemeint?

Na ja, eigentlich kann uns das egal sein. Es zeigt bloss, dass man auch in L&S mit Fehlern rechnen muss, auch wenn es ganz sicher mit extremer Sorgfalt hergestellt worden ist. (So ein Fall könnte auch bei "jam" im Artikel "fortan" vorliegen.)



Vorausschickend will ich daran erinnern, dass der Fall "jam" bei FORTAN mittlerweile gelöst ist.


Jetzt jedoch zum Fall SUCCISSIVA.

Ganz spontan - ohne jetzt die Belegstelle herausgesucht zu haben - würde ich sagen, dass bei succissiva einfach ein Rechtschreibfehler/Druckfehler, d.h. eine falsche Form vorliegt. Mir fällt spontan auch kein Wort ein, von dem sich succissiva ableiten ließe. Man kann sich nun fragen, warum der Herausgeber sich dann keine Gedanken gemacht hat, wie es richtig heißen könnte. Ich vermute mal, dass es auch den Fall gibt, dass sich ein Herausgeber nicht festlegen will, sondern es jedem Leser selbst überlassen will, für welche Lesart er sich entscheidet. Es kann ja sein, dass in dem zugrundeliegenden Codex tatsächlich klar und deutlich und eindeutig succissiva steht, und diese Form hat der Herausgeber dann in der modernen gedruckten Ausgabe übernommen, ohne eine Emendation (http://de.wikipedia.org/wiki/Emendation_(Editionsphilologie) ) oder Konjektur vorzunehmen, was ja auch eine Möglichkeit ist.

Wenn ich in Glossa.exe SUCCISSIVA oder SUCCISSIVUS eingebe, erhalte ich überhaupt keinen Treffer.
Es gibt im L&S keinen eigenen Eintrag für SUCCISSIVUS.

Ich finde hingegen einen Eintrag für SUCCISIVUS mit einem S:
succīsīvus, a, um, v. subsecivus.

Von dort surfe ich weiter zu
subsĕcīvus, v. subsicivus.

- und von dort weiter zu
subsĭcīvus, less correctly subsĕcī-vus (also transp. subcĭsīvus or suc-cĭsīvus), a, um, adj. [sub-seco). [...]


subsĭcīvus, less correctly subsĕcī-vus (also transp. subcĭsīvus or suc-cĭsīvus), a, um, adj. [sub-seco).
I. Lit., as t. t. of the agrimensores, that is cut off and left remaining, in surveying lands.— Subst. : subsĭcīvum, i, n., a remainder or small patch of land, etc.: subsiciva, quae divisis per veteranos agris carptim superfuerunt, etc., Suet. Dom. 9 fin. ; Auct. Rei Agr. ap. Goes. p. 17; 23; 39: mensores nonnumquam dicunt in subsicivum esse unciam agri, etc., Varr. R. R. 1, 10, 2.—
II. Transf., of time, that remains over and above the principal occupation, etc.; over-, odd, extra (class.): subsiciva quaedam tempora incurrunt, quae ego perire non patior,spare timeleisure hoursodd hours Cic. Leg. 1, 3, 9; cf. Plin. H. N. praef. § 18 Sillig: aliquid subsicivi temporis, Plin. Ep. 3, 15, 1: tempora (with subsecundaria), Gell. N. A. praef. § 23: tempus, id. 18, 10, 8: haec temporum velut subsiciva, Quint. 1, 12, 13. —
B. Of that which is done in extra time, etc., accessory work, over-work : opera, Lucil. ap. Non. 175, 22; so in plur.: subsicivis operis, ut aiunt, Cic. de Or. 2, 89, 364: operae, id. Phil. 2, 8, 20: (philosophia) non est res subsiciva, ordinaria est,a thing to be attended to at odd times Sen. Ep. 53, 10. —
C. In gen., remaining over, occasional, incidental : una tantum subsiciva solicitudo nobis relicta est, App. M. 3, p. 132, 41; 8, p. 212, 9: quam (Italiam) subsicivam Graeciam fecit, id. Mag. p. 294, 23: succisiva proles, Lact. Opif. Dei, 12, 15 Bünem.; Arn. 5, 30: vivacitas illic aeterna est, hic caduca et subsiciva, App. de Deo Socr. 4, p. 44, 7.


Einen eigenen Eintrag für SUBCISIVUS gibt es nicht, dafür aber einen Generalverweis:
subc-, v. succ-.



Fazit:

Da die vier Formen subsĭcīvus, subsĕcī-vus, subcĭsīvus , suc-cĭsīvus, a, um, adj. fett gedruckt und offenbar alle belegt sind (--> also transp.(!)) sind, halte ich sie alle für gültig:

SUBSICIVUS, SUBSECIVUS, SUBCISIVUS, SUCCISIVUS sind m.E. gültige Varianten.

SUCCISSIVUS mit zwei S ist hingegen ungültig.


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Fri Jan 06, 2012 5:21 pm
#25 RE: Falsche Lesarten laut L&S - RHEDA, RHEDARIUS Quote · reply

Zitat von linhart
Es gibt auch Artikel, wo statt "false reading" "falsely written" steht. Ein Beispiel dafür ist:

Zitat
raeda or rēda (falsely written rhēda), ae, f. prob. Celtic: plurima Gallica valuerunt ut raeda ac petorritum, Quint. 1, 5, 57; cf. id. 1, 5, 68,
a travelling-carriage or wagon with four wheels, Varr. ap. Non. 167, 25; 451, 17; Caes. B. G. 1, 51, 2; 6, 30, 2; Cic. Mil. 10, 28; id. Phil. 2, 24, 58; id. Att. 5, 17, 1; 6, 1, 25; Hor. S. 1, 5, 86; 2, 6, 42; Juv. 3, 10.



Demnach ist also RHEDA ungültig, obwohl es einen eigenen Eintrag "rhēda, v. raeda." gibt.

Aber bei dem davon abgeleiteten Wort RHEDARIUS steht nichts von "falsely written":

Zitat
rhēdārius, v. raedarius.


Zitat
raedārius (rēdārius), i, adj. [raeda],
I. of or belonging to a four-wheeled carriage : mulae, Varr. R. R. 3, 17, 7.— Hence, subst. : raedārÄ­us, i, m.
1. A coachman, the driver of a ræda : raedarium occidunt, Cic. Mil. 10, 29.—
2. A wagon-builder, coachmaker, Capitol. Max. et Balb. 5, § 1.



Logischerweise muss aber RHEDARIUS auch als ungültig angesehen werden.




Das sehe ich genauso wie du, Linhart.

RHEDA, RHEDARIUS sind ungültige Schreibweisen.


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Fri Jan 06, 2012 6:09 pm
#26 RE: Falsche Lesarten laut L&S - PHTHITARUS Quote · reply

Bei Plinius 32, 11, 53 (§ 150)

http://penelope.uchicago.edu/Thayer/L/Roman/Texts/Pliny_the_Elder/32*.html

finde ich die Stelle, wo PHTHIR belegt ist:

150 orbis, orthagoriscus, phager, phycis saxatilium quaedam, pelamys — earum generis maxima apolectum vocatur, durius tritomo —, porcus, phthir, passer, pastinaca, polyporum genera, pectines — maximi et in his nigerrimi aestate laudatissimi, hi autem Mytilenis, Tyndaride, Salonis, Altini, Chia in insula, Alexandriae in Aegypto —, pectunculi, purpurae, pegrides, pina, pinoteres, rhine, quem squatum vomu,



http://remacle.org/bloodwolf/erudits/plineancien/livre32.htm

6. l'ictinus ou milan (IX, 43), l'iulis (labrus iulis), le genre des lacertes, le calmar volant (IX, 45), la langouste, la lanterne (IX, 43), le liparis, le lamyre, le lièvre marin (IX, 72; XXXII, 3), le lion (IX, 51), qui a les bras de l'écrevisse et le corps de la langouste; le surmulet, le merle de mer (IX, 20, 4), renommé parmi les saxatiles, le muge, le mélanure, la mène (IX, 42), le méryx, la murène, le mys (IX, 56, 4 ), le mitule (XXXII, 31), le myisque (XXXII, 31), le murex (IX, 61 ), l'oculata, l'ophidion (XXXII, 35), les huîtres, les oties (patelles), l'orcyn, qui est la plus grande des pélamides (elle ne revient pas dans le Palus-Méotide; elle ressemble au tritomon, et gagne à vieillir) ; l'orbe (XXXII, 5, 4), l'orthragorisque (XXXII, 9); le phagre (IX, 24), le phycis (IX, 42), poisson saxatile; la pélamide (IX, 18) (la plus grosse espèce se nomme apolecte; elle est plus dure que le tritomon), le porc (IX, 17), le phthir, le passer ou carrelet (IX, 36), la pastenague (IX, 40), diverses espèces de poulpes (IX, 48), les peignes (IX, 51) (c'est en été qu'ils sont le plus gros et le plus noirs; les plus estimés sont ceux de Mitylène, de Tyndaris, de Salone, d'Altinum, d'Antium, de l'île de Pharos (v, 34 ), près d'Alexandrie en Égypte), les pétoncles, les pourpres, les percides, les pinnes (IX, 66), les pinnotères (IX, 51); la rhine (IX, 40 ) ou squatus des Latins, le turbot, le scare (IX, 29), qui tient aujourd'hui le premier rang,


Der L&S-Stichworteintrag zu PHTHIR lautet:

phthīr, m., = φειρ,
I. louse, a sea-parasite (pure Lat. pediculus marinus), Plin. 32, 11, 53, § 150.



Zur Bestätigung, dass es sich bei PHTHITARUS um ein unzulässiges Wort handelt, wäre es halt schön, wenn man einen guten und ausführlichen textkritischen Apparat hätte. False reading bedeutet ja nicht a priori, dass es das besagte Wort nicht doch gegeben hat. False reading besagt nur, dass diese Lesart an der betreffenden Stelle nicht die korrekte Variante ist. An anderer Stelle könnte das besagte Wort sehr wohl eine richtige Lesart sein.

Ob sich mein Freund Sillig zum Fall PHTHITARUS geäußert hat?

Nur eines gibt mir zu denken: Bei PHTHITARUS (siehe Screenshot im Beitrag #15) ist als Beleg einzig und allein die oben angeführte Plinius-Stelle angeführt. Daher liegt die Vermutung sehr nahe, dass PHTHITARUS nirgendwo in der lateinischen Literatur belegt ist, sondern nur eine (falsche!) Emendation/Konjektur dieser einen verderbten Stelle in einer Handschrift dieser Plinius-Stelle ist. Dafür spricht auch die Tatsache, dass es im Georges keinen Lemmaeintrag für PHTHITARUS gibt.

Der Lemmaeintrag im Georges für PHTHIR lautet folgendermaßen:

[1696] phthīr, m. (φθείρ), die Laus, ein Seefisch, der sich an andere ansaugt, rein lat. pediculus (marinus), Plin. 32, 150.

Aufgrund der Tatsache, dass sowohl im L&S als auch im Georges nur dieser einzige Beleg bei Plinius angegeben ist, halte ich das Wort PHTHIR für ein Hapax legomenon. Darauf deutet auch das Fehlen von Angaben zur Beugung hin.

Fazit:

Ich halte das Wort PHTHITARUS für unzulässig.

Das Wort PHTHIR (ohne Beugungsformen) ist zulässig und dürfte ein Hapax legomenon (Kategorie 4) sein.


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Fri Jan 06, 2012 8:22 pm
#27 Querverweise Quote · reply

Querverweise:


• Ich habe die Beiträge zu PHTHITARUS kopiert und zwecks leichterer Auffindbarkeit auch unter dem Buchstaben P eingestellt.

• Ich habe die Beiträge zu SUCCISSIVUS (SUBSICIVUS, SUBSECIVUS, SUBCISIVUS, SUCCISIVUS) kopiert und zwecks leichterer Auffindbarkeit auch unter dem Buchstaben S eingestellt.


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Fri Jan 06, 2012 8:50 pm
#28 Liste der Wörter mit dem "false reading"-Vermerk Quote · reply

Linhart, welche von den im Beitrag #1 aufgelisteten Wörtern mit dem "false reading"-Vermerk müssten wir noch behandeln?

Müssten wir nicht eigentlich die gesamten Liste Wort für Wort zumindest mithilfe von Glossa.exe händisch durchgehen?


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linhart Offline




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Sat Jan 07, 2012 6:39 am
#29 RE: Liste der Wörter mit dem "false reading"-Vermerk Quote · reply

Ich glaube eigentlich nicht, dass das nötig ist. Ich habe ja damals schon alle false readings in L&S durchgesehen, um festzustellen, welche "echt" sind (siehe meinen Beitrag #11

(Falls dieser Link nicht funktioniert: Es handelt sich wie gesagt um den Beitrag Nr. 11 in diesem Thread hier.)


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Sat Jan 07, 2012 12:12 pm
#30 RE: Liste der Wörter mit dem "false reading"-Vermerk Quote · reply

Na wenn du meinst, dann ist's gut! Danke!


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