Bei der Überprüfung der Spellcheckerliste fällt mir immer wieder auf, dass dort Wörter stehen, die in L&S nicht aufscheinen. Größtenteils finden sie sich aber im Georges und sind dort auch belegt. Hier sind ein paar typische Beispiele:
agōgē, ēs, f. (ἀγωγή), die Tonleiter, Mart. [275] Cap. 9, 958: rhythmica, der Tonfall, Mart. Cap. 9, 970.
alapo, āre (alapa), ohrfeigen = ῥαπίζω, Gloss. II, 427, 31.
brādo, ōnis, f. (ahd. brāto, Wade), der Schinken, Anthim. 14.
cōdia, ae, f. (κωδία = κώδεια), der Mohnkopf, Plin. Val. 3, 8; vgl. Isid. 4, 9, 9.
drino, ōnis, m., eine Art Thunfische, Plin. 32, 145.
fāmen, inis, n. (fari), die Rede, Anrede, Ansprache, Ven. Fort. vit. S. Mart. 4, 549.
frūmo, ere (verwandt mit fruor), genießen, verspeisen, Isid. orig. 17, 3, 2.
Es handelt sich also keineswegs nur um Gräzismen.
Trotzdem möchte ich aber bei L&S als Referenzwerk bleiben. Im Georges stehen nach meinem Gefühl zu viele Wörter, insbesondere viele Nebenformen, die beim Scrabble eher irritieren würden, z.B.:
Ich musste so lachen, als ich firgo mit ef statt virgo mit wau, äh, mit fau sah... Das kann nur ein Franke gewesen sein, der das geschrieben hat, denn die Franken nehmen ja z.B. ihre Fitamine und hören Elfis Presley, ääääh, Vitamine und Elvis Presley...
Und bendo statt vendo, das muss von einem Spanier kommen, denn die sprechen ja b und v gleich aus, hihihi
Ist jedenfalls interessant, was du schreibst. Unter den genannten Beispielen sind ja sogar Pliniusbelege, Martial ist auch eine zuverlässige Quelle, Isidor ist vielleicht ein bisschen arg spätlateinisch, oder frühes Mittellatein...
Ich finde aber auch, dass wir uns an den Wortschatz des L&S halten sollten, denn sonst ufert es aus...
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