Lt. Reglement darf man Adjektive nicht steigern, die bereits einen höchsten oder geringsten Grad ausdrücken. Insofern wäre das Verbot der Steigerung von pur durchaus berechtigt, zumal auch Bertelsmann die Steigerung ablehnt.
Problematisch allerdings ist, dass dieser (mögliche) Grundsatz ohne erkennbares Muster durchbrochen wird: immens, identisch oder ideal beispielsweise werden gesteigert, obwohl von der Bedeutung her gesehen dies zu hinterfragen wäre. Hinzu kommt, dass sich die Regelungen des Reglements auf die Aussagen des GD stützen, die angegebenen Steigerungsformen von pur und einig aber gleichzeitig vom Duden explizit so angegeben werden. Da bleibt m.E. wenig Wahl, als diese so zu nehmen wie sie sind. Meine ersten Ergebnisse in dieser Richtung kommen zu dem vorläufigen Schluss, dass in Fragen der Steigerbarkeit Cannonet und Duden näher beieinanderliegen als Canoonet und Bertelsmann.
Beispielsätze mit basalere ... puh Bussinchen, du verlangst viel von mir .... mal schaun ...
Download: Geros Superdic, was sonst! | Discussion: Forum | News: Twitter | ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Wordfinder beim online-Spiel pfui sind!
Das Grundproblem bei der Steigerung liegt darin, dass im GD sehr unscharf steht "Vor allem im übertragener Bedeutung sind manche dieser Adjektive aber komparierbar". Bei "identisch" z.B. könnte man vielleicht die Bedeutung "innerlich übereinstimmend, wesensgleich" als Beispiel für so einen Fall ansehen. Aber es scheint sehr schwer zu sein, so etwas zu entscheiden.
Gibt es eigentlich Belege für die Steigerungsfähigkeit von "identisch"?
(Gutenberg gibt bei "idealste" 118 Literaturstellen an, bei "immenseste" nur 3 und bei "identischste" gar keine.)
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