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Gero Offline




Posts: 2.618

Sun Apr 10, 2011 10:12 pm
der Zankapfel orange Quote · reply

darf man ein "oranger" Pullover sagen?

Scrabble eV betrachtet orange als indeklinabel , aber mit dem Erscheinen des neuen UD wird das Eis für diese Annahme sehr, sehr dünn ...

hier die Erklärung lt. UD:

oran|ge <Adj.> [frz. orange]:

von der Farbe der 2Orange:
ein orange/oranges [s] Kleid;
o. Blüten;
der Untergrund ist o.


In der 6. Auflage hieß es noch: (nicht standardsprachlich:) ein oranges Kleid - doch dieser Zusatz fehlt jetzt!

man vergleiche den Eintrag zu rosa:

rosa <indekl. Adj.> [18. Jh., zu lat. rosa = Rose]:

1. von einem ganz blassen Rot, von der Farbe der Heckenrosen:
ein r. Kleid, Hütchen;
die Tapete ist r.;
etw. r. färben, anmalen;
<nicht standardsprachl.:> eine -[n]e Schleife.

2. [nach der rosa Farbe der Listen, in denen früher Homosexuelle registriert wurden] (verhüll.) Homosexuelle betreffend (bes. in Namen):
eine r. Zeitschrift.


Der RD verweist ja mittels "vergleiche" bei orange zu beige ... und beiges ist gültig ...


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Vektor Offline



Posts: 1.019

Mon Apr 11, 2011 9:12 am
#2 RE: der Zankapfel orange Quote · reply

Sieht wohl so aus. Die Ungültigkeit von "orangem" konnte ich auch noch nie nachvollziehen: "nicht standardsprachlich" ist für mich kein Argument, da ja auch "ugs." nicht zur Ungültigkeit führt.

"rosa" ist hier natürlich ein interessanter Fall, da erst "<indekl.>" und es dann doch dekliniert wird (wieder mit "nicht standardsprachlich").
Hier war aber ausschlaggebend, dass "rosa[n]e" im RD (als "ugs.") aufegführt wird.

Problematisch wird es mit dem UD-7 jedoch für "zartrosa[n]e", da "zartrosa" nun den Vermerk "<indekl.>" gewonnen hat, ohne dass RD und UD gegenteilige Beispiele aufführen.


Mit den "vgl." muss man möglicherweise ziemlich aufpassen. Wenn man sie alle ernst nimmt, kommt man ggf. in Schwierigkeiten.


Bussinchen Online




Posts: 11

Mon Apr 11, 2011 9:44 am
#3 RE: die Zankapfelsine orange Quote · reply

Müsste es nicht heißen: die Zankapfelsine orange???

Ein Kreuz aber auch mit den lasch gehandhabten Verweisen im Duden!

zartrosa: Ist es nicht so, dass im Duden immer das Stammprinzip gilt? Dann müsste doch für zartrosa dasselbe gelten wie für rosa?


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linhart Offline




Posts: 2.463

Mon Apr 11, 2011 9:48 am
#4 RE: der Zankapfel orange Quote · reply

Im RD kommt "nicht standardspr." überhaupt nicht vor. Ich denke daher, dass man diese UD-Klassifikation mit "ugs." gleichsetzen sollte.
(Der UD kennt sowohl "nicht standardspr." als auch "ugs.", aber ich weiß nicht, was der Unterschied ist.)

Bei orange wäre ich eindeutig für eine normale Deklination.

Zu zartrosa: Es gibt ja die Regel, dass zusammengesetzte Substantive wie das Grundwort dekliniert werden. Warum gilt diese Regel eigentlich nicht auch analog für zusammengesetzte Adjektiva? Gibt es da interessante Beispiele, die das erklären?

ZARTROSAE ist derzeit übrigens offiziell gültig.


Vektor Offline



Posts: 1.019

Mon Apr 11, 2011 10:15 am
#5 RE: der Zankapfel orange Quote · reply

Das "Stammprinzip" gilt erstmal, wird aber bei gegenteiligen Angaben im UD (z.B. "<o.Pl.>" bei Substantiven) außer Kraft gesetzt bzw. überstimmt.)

Im UD-6 steht bei "zartrosa" nichts von "<indekl.>", daher gibt es hier keinen Widerspruch zum Stammprinzip.
Der UD-7 schreibt aber "<indekl.>" und würde nach meinem Verständnis das Stammprinzip überstimmen. Dumm lediglich, dass "<indekl.>" auch bei "rosa" steht, dort aber durch die explizite Aufführung dekliniereter Formen wieder
aufgehoben wird ...

Aber jetzt haben wir das Thema "O" schon wieder verlassen ...


Vektor Offline



Posts: 1.019

Mon Apr 11, 2011 10:18 am
#6 Stammprinzip Quote · reply

@Bussinchen: Noch ein Gegenbeispiel zum Stammprinzip:

KATZ ist erlaubt wegen explizierter Aufführung unter "Katze"; aber "Hauskatz" und "Perserkatz" erscheinen dennoch wenig sinnvoll.


Bussinchen Online




Posts: 11

Mon Apr 11, 2011 10:37 am
#7 RE: Stammprinzip Quote · reply

Zitat von Vektor
@Bussinchen: Noch ein Gegenbeispiel zum Stammprinzip:

KATZ ist erlaubt wegen explizierter Aufführung unter "Katze"; aber "Hauskatz" und "Perserkatz" erscheinen dennoch wenig sinnvoll.





Solche Feststellungen haben durchaus Unterhaltungscharakter...!!!


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Gero Offline




Posts: 2.618

Mon Apr 11, 2011 11:57 am
#8 RE: Stammprinzip Quote · reply

Katz halte ich für kein gutes Beispiel, da dieser Begriff innerhalb fester Fügungen verwendet wird:

Katz: in den Wendungen K. und Maus [mit jmdm., miteinander] spielen (ugs.; jmdn. hinhalten u. über eine [letztlich doch für ihn negativ ausfallende] Entscheidung im Unklaren lassen; nach dem Spiel, das die Katze mit der gefangenen Maus zu treiben scheint, bevor sie sie frisst); für die K. sein (salopp; umsonst, vergebens sein, nichts nützen; der Katze warf man das hin, was nichts wert war, was nichts taugte) alle Mühe war für die K.

Das hat mit dem Stammprinzip wenig zu tun.

Solange rosane erlaubt ist, würde ich dies auch für Komposita gelten lassen. Es gibt durchaus Gründe, die dagegen sprechen, aber ich halte die Schwierigkeiten bei einem Verbot von zartrosane für größer als die im Falle der Beibehaltung.


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Vektor Offline



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Mon Apr 11, 2011 12:40 pm
#9 RE: Stammprinzip Quote · reply

Es hat mit dem Stammprinzip insofern zu tun, dass man die Regel "Für das Kompositum gelten alle Beugungsformen, die für das Grundwort gelten" nicht bedingungslos anwenden kann - das beispiel sollte das "immer das Stammprinzip" von Bussinchen relativieren.

Dass der Fall anders gelagert ist als "zartrosa", ist ganz klar.

Bezüglich "zartrosa[n]e" muss man eben entscheiden, ob a) der Kommentar im UD oder b) die explizite Aufführung beim Grundwort im RD Vorrang haben.
Die Handhabung in Sachen Plural entspricht a); zudem müsste bei b) die Aufführung innerhlanb einer Fügung (Katz) nochmal extra betrachtet werden.
Möglich wäre natürlich noch c), den verbietenden UD-Kommentar zu ignorieren, wenn er auch beim Grundwort aufegführt wird, aber andersweitig ausgehebelt wird ...


Gero Offline




Posts: 2.618

Mon Apr 11, 2011 1:18 pm
#10 RE: Stammprinzip Quote · reply

der Begriff feste Fügung schliesst eine Übertragbarkkeit per se aus


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